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Franz Anton Haim (1830–1890) Der in Haslen (Leimensteig) wohnhafte Kleinbauer Haim betätigte sich vor allem in den letzten fünfzehn Jahren seines Lebens als Bauernmaler. Er hinterliess ein beachtliches Werk an Tafelbildern und Bödeli zum bäuerlichen Alltagsleben. Typisch sind die gross angelegten Darstellungen und die gelegentlich steif scheinenden Figuren. Haim darf für seine Zeit als einer der originellsten und begabtesten Vertreter der Appenzeller Bauernmalerei angesehen werden. Conrad Starck (1765–ca. 1830) Der in Gonten geborene Conrad Starck ist der erste klar erfassbare Appenzeller Bauernmaler. Er darf als der Begründer der typischen Appenzeller Bauernmalerei gesehen werden. Ihm werden heute über ein Dutzend Möbelmalereien zugeschrieben, die zw. 1785 und 1830 entstanden sind. Er wandte sich vom höfischen Stil ab und liess als erster in realistischer Weise den Handwerker–Alltag, Szenen von verheirateten Paaren, von Bauern und Sennen einfliessen. Johannes Hugentobler (1897–1955) Kein Künstler hat das Dorfbild von Appenzell so stark geprägt wie der aus Staad am Bodensee stammende Johannes Hugentobler. In seinem ersten grossen Werk malte er die monumentale Figur des heiligen Mauritius an der Südwand des Turms der Pfarrkirche Appenzell. Die Fassadenmalereien in der Hauptgasse gehen grossenteils auf ihn zurück. Er führte die Planung und künstlerische Ausstattung verschiedener Kapellen und Kirchen aus, in Innerrhoden z.B. im Ahorn und Plattenbödeli, in Steinegg und Jakobsbad. Er betätigte sich als vielseitiger Wand-, Glas- und Keramikmaler, schuf aber auch Porträts und Stilleben. Carl Liner sen. (1871–1946) Nach der Ausbildung an der Kunstakademie München und nach verschiedenen Kunstreisen verbrachte Carl Liner die ersten Jahre seines künstlerischen Schaffens in seiner Geburtsstadt St. Gallen. Im Jahre 1907 liess er sich endgültig in Appenzell nieder. Er zeigte sich gegenüber der zeitgenössischen deutschen und französischen Kunst offen, entwickelte aber einen eigenen und persönlichen Stil. Er malte Handstickerinnen, Trachtenfrauen, Bauern, Handwerker und Kinder. Sein Werk umfasst hauptsächlich Zeichnungen, Aquarelle, Ölbilder, Holzschnitte und Lithographien. Liner gehört zu den bedeutenden Schweizer Malern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Johann Baptist Zeller (1877–1959) Zellers Bilder zeigen teilweise ungewohnte Farbkompositionen und fanden um die Jahrhundertwende wenig Anklang. Da der Maler mit seiner grossen Familie auf einen gesicherten Verdienst angewiesen war, wechselte er mehrmals den Wohnort und betätigte sich als Bauer, Senn, Tagelöhner und Sticker. In den 20er Jahren und später malte er in der vorweihnachtlichen Zeit Chlausebickli. Im Jahre 1938 zog er nach Appenzell, wo er sich vorwiegend der Malerei widmete. Bartholomäus Lämmler (ca. 1850) Lämmler sprengte den engeren Rahmen der Senntumsstreifen und malte Tafelbilder. Es kamen nun die Liegenschaft und die Landschaft zur Alpfahrt hinzu. |
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